„Der Freiraum in den Köpfen…

…schafft den Freiraum auf der Straße, Realitäten können entstehen, aus einer Seifenblase.“

Dieses Zitat aus dem Song „Die Angst vor den Gedanken verlieren“ von Lena Stoehrfaktor ist nur zu wahr. Die Frage ist, wie dieser Freiraum im Kopf entstehen kann, dieses Denken und Fühlen abseits all der vorgefertigten Wege, die direkt in die Wüste aus Lohnarbeit und Konsum, Resignation und Ohnmacht, Abgrenzung und Ausgrenzung führen.

Deshalb sind materielle Freiräume so wichtig. Denn sie sind ein Ort, an dem Menschen aus der Tretmühle aussteigen und tatsächlich nachdenken können. Ein Ort, wo Menschen (wieder) lernen können, nicht nur passiv und konsumistisch auf die Welt zuzugehen, sondern sie nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Ein Ort, an dem sich Wege kreuzen und Menschen die Zeit haben, sich aufeinander einzulassen. Ein Ort, wo sich Menschen organsieren können, um ihrer Vereinzelung zu entfliehen und um den Freiraum tatsächlich irgendwann einmal auf die Straße zu tragen.

Der Infoladen Cronopios versucht so ein Raum zu sein und auch das Haus Mainusch. Die Universität ist immer noch entschlossen, den einzigen Ort auf dem Campus, an dem du nicht bewertet wirst und nicht unter Leistungsdruck stehst, und nichts kaufen musst, dem Erdboden gleichzumachen. Um weiter ihrer unerreichbaren Exzellenzphantasie hinterherzuhecheln und den Geist weiter zu konditionieren.

Aber noch gibt es das Haus Mainusch, noch gibt es ein paar Seifenblasen, noch hat die Universität nicht alle missliebigen Realitäten erstickt. Und deshalb hier ein Fundstück, eine Hommage an einen wunderbaren Freiraum: